Kollegen oHG

Eigentlich müsste die Unfallversicherung richtig „Unfallinvaliditäts- oder Unfallfolgenversicherung“ heißen. Sie dient nämlich zum Ausgleich finanzieller Folgen aus dauerhaft bleibender, 12 Monate nach dem Unfalldatum noch vorhandener, ausschließlich unfallbedingter Invalidität sowie, falls mitversichert, des Unfalltodesfalles. Nicht Sache der privaten Unfallversicherung, sondern der gesetzlichen Krankenkasse oder privaten Krankenversicherung, ist die Übernahme der durch einen Unfall entstandenen Kosten für z.B. Arzt, Krankenhaus, Medikamente oder Reha - Maßnahmen. Auf eventuelle Ansprüche gegen eine Sozialversicherung oder den Unfallverursacher werden Leistungen der privaten Unfallversicherung nicht angerechnet. Der Versicherungsschutz besteht weltweit, `rund – um – die -Uhr`, bei Arbeit und Freizeit grundsätzlich nicht nur für unverschuldete Unfälle, sondern auch dann, wenn der Unfall durch eigene Fahrlässigkeit passiert. Bei der Unfallversicherung wird der eingetretene Körperschaden (Invalidität) nach einer für alle Menschen gleichen Tabelle der sog. „Gliedertaxe“ bewertet. Welche Auswirkungen die eingetretene Körperschädigung in Bezug auf den ausgeübten Beruf mit sich bringt, spielt hier keine Rolle. Ausnahmen gibt es für einige wenige Berufsgruppen wie z.B. Ärzte oder Berufsmusiker. Die Beiträge zur Unfallversicherung sind abhängig vom Unfallrisiko der Person die versichert werden soll. Deshalb gibt es unterschiedliche Beitragsklassen für z.B. Kinder, Frauen und körperlich-handwerklich tätige Männer. Nach unserer Meinung ist die Unfallversicherung besonders wichtig für Kinder - sie sind stärker unfallgefährdet und nur in Kindergarten oder Schule, und auch dort nur mit geringer Rente, über den Träger des Kindergartens oder der Schule gesetzlich unfallversichert - und z.B. für Menschen, die beruflich viel am Straßenverkehr teilnehmen müssen. Wenn die Unfallversicherung wirklich existenzbedrohende Unfallfolgen finanziell lindern soll, halten wir die Absicherung einer ausreichend hohen einmaligen Entschädigungssumme und / oder einer lebenslangen Rente nach eingetretener Unfallinvalidität für empfehlenswert. Während sich die einmalige Kapitalentschädigung an der %-Höhe der Unfallinvalidität bemisst, Vollinvalidität ergibt eine größere Summe als ein nach einem Unfall steifgebliebener Arm, wird die Unfallrente lebenslang in voller Höhe ab einer unfallbedingten Invalidität von 50% gezahlt, bei Unfallinvalidität unter 50% gibt es keine Rente.
Private Unfallversicherung